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Ich habe Dir einmal erzählt, daß ich eigentlich nicht eine, sondern zwei Seelen habe. Die eine beherbergt meine ausgelassene Fröhlichkeit, Spöttereien über alles, meine Lebenslust und vor allem meine Art, alles von der der leichten Seite aufzufassen. Darunter verstehe ich: keinen Anstoß nehmen an Flirten, einem Kuß, einer Umarmung, einem unanständigen Witz. Diese Seite sitzt meistens auf der Lauer und verdrängt die andere, die viel schöner , reiner und tiefer ist. Nicht wahr, die gute Seite von Anne kennt niemand, und darum können mich auch so wenige Menschen leiden.

Sicher, ich bin ein amüsanter Clown für einen Nachmittag; dann hat jeder mal wieder für einen Monat genug von mir. Eigentlich dasselbe, was ein Liebesfilm für ernst denkende Menschen ist, einfach eine Zerstreuung, Belustigung für einmal, etwas, das man schnell vergißt, nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut. Es ist etwas unangenehm, dir das nun zu erzählen, aber warum soll ich es nicht tun, wenn es doch wahr ist? Meine leichte, oberflächliche Art wird der tiefen immer über sein und sie besiegen. Du kannst dir nicht vorstellen, wie oft ich schon versucht habe, diese Anne, die doch nur die Hälfte ist von dem, was Anne heißt, wegzuschieben, zu lähmen, zu verbergen; es geht nicht, und ich weiß auch, warum es nicht geht.

Ich habe Angst, daß alle, die mich kennen, so wie ich immer bin, entdecken würden, daß ich eine andere Seite habe, eine schönere und bessere. Ich habe Angst, daß sie über mich spotten, micj lächerlich und sentimental finden, mich nicht ernst nehmen. Ich bin gewöhnt, nicht ernst genommen zu werden; aber nur die leichte Anne ist es gewöhnt und kann es vertragen, die schwere ist zu schwach dazu. Wenn ich wirklich einmal mit Gewalt für eine Viertelstunde die gute anne ins Rampenlicht gesetzt habe, zieht sie sich wie das Kräutchen Rühr-mich- nicht-an zurück, sowie sie sprechen soll, läßt Anne Nr.1 zu Wort kommen und ist, ehe ich es noch weiß, wieder verschwunden.

So ist die liebe Anne in Gesellschaft noch nie, noch nicht einmal zum Vorschein gekommen, doch im Alleinsein führt sie fast immer das Wort. Ich weiß genau, wie ich sein möchte, wie ich auch bin.... innen, aber leider bin ich es nur für mich allein.

 

Wer denn ganzen Eintrag lesen möchte, sollte sich das Tagebuch zulegen oder ausleihen es lohnt sich es komplett zu lesen.




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